VerTrau - Reisen

Vietnam
 


....und dann wurde es wieder heiter...

Puenktlich um 9 Uhr standen die Raeder vor dem Hotel. Diesmal hatten wir sogar Federung, was unseren Popos zu Gute kam, denn wich man bei diesen Strassen einem Schlagloch aus, fuhr man automatisch ins Naechste.
Spaetestens jetzt musste jeder voll da sein, denn es galt eine Kreuzung auf vietnamesisch zu ueberqueren. Man faehrt langsam auf die Mitte der Kreuzung zu. Gleichzeitig kommen von rechts und links Mopeds und Radfahrer, die auch ueber die Kreuzung wollen, also gilt es sich durchzuschlaengeln und Ruhe zu bewahren. Auch das koennen wir nun!
Ueberhaupt muss ich sagen, dass wir sehr gut betreut werden. Kung, unser Reiseleiter, faehrt voraus oder sagt uns wie wir fahren muessen und zum Schluss kommt unser Bus mit Getraenken und unseren Rucksaecken und ein Lastwagen mit Ersatzraedern.

Heute haben Wolfgang, Erika, Uschi und ich die Fuehrung uebernommen. Wir waren in bester Laune, als aus heiterem Himmel ein Monsunregen auf uns niederprasselte. Innerhalb von Sekunden waren wir nass bis auf die Haut. Da die Gruppe und der Bus zu weit von uns entfernt waren, bogen wir flugs zu einer Huette ab und fragten in unserem besten Vietnamesisch, ob wir unterstehen durften. Madame schien uns verstanden zu haben und bat uns ins "Wohnzimmer" und auf dem "Ledersofa" Platz zu nehmen. Vorher Schuhe ausziehen!! Die weitere Konversation war dann allerdings etwas muehsam, so dass Madame sich wieder dem Mittagessen widmete - es gab Reis.

wohnzimmer          wohnzimmer
Nach 30 Minuten war der Regen vorbei, die Luftfeuchtigkeit bei 90% und die Gruppe stiess wieder zu uns. Doch schon nach einigen Kilometern mussten wir bei einer weiteren Familie um Asyl bitten - diesmal die ganze Gruppe. Kung - unser Reiseleiter - meinte, dass ein solches Wetter um diese Zeit sehr ungewoehnlich sei.

alle nass

Doch dann kam die Sonne und wir radelten durch gruene Reisefelder, wichen den Wasserbueffeln auf der Strasse aus und gelangten bald zu einer wunderschoenen Anlage, in der unser Mittagessen wartete. Es gab Pfannkuchen, etwa Handteller gross, mit Rindfleisch, Schrimps, Zwiebeln und Sprossen. Diese wurden auf einem speziellen Ofen zubereitet, frische Kraeuter wie Minze und Koriander und Salat daruebergegeben und das Ganze mit einer Fischsosse abgerundet. Schmeckt koestlich!

Pfannkuchentopf          kung pfannkuchen

Habt Ihr schon einmal Pfannkuchen mit Staebchen gegessen?

Es gruessen Euch Eure Langnasen Uschi und Verena
noch keine Kommentare
noch keine Trackbacks
 

Regen, Regen, Regen...

Mittlerweile hatte der vietnamesische Himmel seine Schleusen so weit geoeffnet, dass gestern Abend die Elektrikzitaet in ganz Hoi An ausfiel. So kamen wir zu einem Candle-Light-Dinner.

5.30 Uhr war dann die Nacht vorbei, denn wir flogen weiter nach Nha Trang. Die vielen Einkaufe machten sich dann beim Kofferschliessen bemerkbar. Uschi hatte sich sogar eine Radlerhose schneidern lassen.

Sonne, Strand, Meer

28 Grad Celsius und Sonne erwarteten uns in Nha Trang. 
Mit einem Boot fuhren wir in eine Sandbucht zum Baden. Dabei unterquerten wir eine Seilbahn die Nha Trang mit der Insel Hon Tre verbindet.

Badebucht
Auf dem Meer kamen wir dann an den Huetten vieler Fischer vorbei, die grosse Netze um die Huette gespannt hatten, in denen sich der Tagesfang befand. Wer Fisch will, faehrt dorthin und kauft ein - in Vietnam wird alles frisch gegessen.

In unserer Sandbucht angelangt stellte ich fest, dass  das suedchinesiche Meer so warm war, dass selbst ich ins Wasser ging.

Und jetzt geht es zum Fischessen - natuerlich frisch aus dem Meer.

 
2 Kommentare
noch keine Trackbacks
 



....geradelt werden...

Mit einer Fahrrad-Rikscha wurden wir heute morgen durch Hoi An geradelt. 14 Rikschas hintereinander - das reinste Verkehrshindernis!! Es stoerte niemand!

rikscha

Der anschliessende Besuch des Marktes war eine Wonne fuer Augen und Nase. Frische Kraeuter und Gewuerze, Obst und Gemuese und dazwischen die Garkuechen, in denen der Einkauf sofort zubereitet wird.
An vietnamesischer Musik und Taenzen durfeten sich dann unsere Ohren und Augen erfreuen. Trotz anfaenglicher Bedenken unsererseits, sprach uns die Musik an.
Wir besichtigten dann  noch den chinesischen Tempel der Meeresgoettin und zuendeten Raeucherstaebchen an. 

Der Besuch einer vietnamesischen Schneiderei war dann der Hoehepunkt des Tages. Menschen und Menschinnen (Originalton Kung )konnten sich die Seide aussuchen  - Ursel, Deine Seide ist gekauft, knallrot - und dann die entsprechenden Schnittmuster. Heute Abend um 20:00 Uhr ist dann Anprobe und morgen frueh kurz vor unserer Abfahrt um 7 Uhr wird dann geliefert.

Die nachmittaegliche Radtour fiel dann im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Es regnete immer wieder. Wir troesteten uns dann mit einer Massage im Hotel. Unsere geschundenen Koerper verlangten nach zarten Haenden.
Also 4 Menschen und Menschinnen in eine Kabine und los ging es mit der Koerperverwoehnung!! Man ist hier sehr freizuegig!

Nun geht es zum Abendessen. Ueberhaupt ist das mit dem Essen so eine Sache. Es werden immer ca 8 - 10 Gaenge serviert und das innerhalb von maximal 40 Minuten.
Gleich nach dem Dessert kommt dann die Rechnung und wir muessen fluchtartig das Lokal verlassen. Wenn die wuessten, was denen an Umsatz verloren geht, denn hier gibt es noch einige so wie wir, die sich gerne "festtrinken" unter anderem Kung unser Reiseleiter.


Abendessen  Wir werden bedient!

Also kommen nach dem Essen die Reisweinflaschen auf den Tisch, die hat er mitgebracht hat, und angeblich schmeckt der Reiswein in jeder Stadt anders und natuerlich besser. Also muessen wir mithalten!! Es faellt uns sehr schwer!!!

2 Kommentare
noch keine Trackbacks
 

Der erste Blick aus dem Fenster heute morgen war ernuechternd. Es regnete immer noch. Also zogen wir unsere Regenjacken an und besichtigten in Hue den Kaiserpalast und die verbotene Stadt.
Danach ging es mit dem Bus weiter Richtung Sueden. Am Mittag ueberquerten wir den Wokenpass, der nicht nur die Grenze zwischen Hue und Danang bildet, sondern auch eine Klimascheide ist. Die Sonne schien, es hoerte auf zu regnen und wir konnten unsere Fahrraeder besteigen. Wir besuchten das Museums der Chams - einer ethnischen Minderheit - und radelten dann noch 10 km Richtung Hoi An, das fuer die naechten zwei Tage uns Unterkunft bietet.

Ursel morgen kaufe ich die Seide fuer Dein Kleid.
noch keine Kommentare
noch keine Trackbacks
 

XIN CHAO - was soviel heisst wie: ich gruesse Euch alle, die Ihr mein Tagebuch lest!

Ueberhaupt war dieser Tag ein echter vietnamesischer Tag. Gleich beim Fruehstueck habe ich die obligatorische Nudelsuppe gegessen ( Mirko und Manuela kennen sie).
Hier in Hue ist sie aber mit viel Chilli gewuerzt.  

Mit dem Bus fuhren wir dann zu unseren Fahrraedern. Leider hatte es die ganze Nacht geregnet, so dass die Strassen sehr dreckig waren.
In Ermangelung irgendwelcher Schutzbleche, klemmtenm wir grosse Bananenblaetter auf den Gepaecktraeger und schon hatten wir einen biologischen Spritzabweiser.

Wir fuhren dann dann zum Grabmal von Minh Mang und unser Reiseleiter Kung -
ohne Fu - brachte uns die vietnamesische Kaiserduenastien bei. (es gibt hier kein Uepsilon deshalb das ue). Jeder Kaiser hatte eine Hauptfrau und ungefaehr 200 Konkubinen. Auf die Frage, ob der Sohn die Konkubinen des Vaters nach dessen Tod uebernimmt, meinte Kung: Kein Kaiser nimmt Second-Hand-Konkubinen!

Die Weiterfahrt war dann ziemlich abenteuerlich! Da eine neue Strasse gebaut wurde,
war alles ca 4 Meter mit Lehm aufgeschuettet, den wir ueberwinden mussten.
Also Raeder hinaufschieben, aufpassen, dass man auf den nassen Lehm nicht wieder zureuck rutscht und dann auf der Lehmstrasse weiter. Das Ergebniss war, dass wir der Reinigung hier im Hotel zu einem ernormen Umsatz verhalfen.

Matsch 

Unser Mittagessen haben wir dann bei einer vietnamesischen Familie eingenommen. Mitten im Wald unter Huehnern und Hunden. Was es gab? Natuerlich Nudelsuppe,
Gurken vom Bauern und Eier von den Huehnern, die um uns herumliefen!
Unsere Raeder wurden dann auch noch mit dem Schlauch abgesprizt.

räder waschen 

Die Weiterfahrt zum Grabmal von Khai Dinh war dann sehr feucht. Es nieselte in feinen Troepchen. Doch dieses Grabmal entschaedigte uns fuer alles.

wir sind nass

Dann stellte sich die beruehmte Frage: Weiterfahrt zum Hotel per Bus oder Rad?

Sechs von uns entschieden sich trotz des Regens fuer das Rad. Klar wir hatten den Regenschutz aus Deutschland mitgebracht - also Augen zu und durch!

Zum Strassenverkehr in Vietnam muss gesagt werden, dass eigentlich Rechtsverkehr herrscht, nur kuemmert das niemanden! Jeder faehrt auf jeder Seite, man muss also immer mit Gegenverkehr rechnen, egal wo man faehrt.
Interessant war dann das Linksabbiegen.
Stellt Euch vor ein ganzer Pulk von Mofas und Farraedern staut sich vor der Ampel. Bei Gruen fahert jeder sofort los - auch die Linksabbieger. Man wartet nicht bis der Gegenverkehr vorbei ist, sonder faehrt voll auf den Gegenverkehr zu und der weicht dann aus. Beim ersten Mal bin ich tausend Tode gestorben, beim naechsten Linksabbiegen war es schon normal. Nach mehreren Ampeln erkannte man uns Deutsche eigentlich nur noch daran, dass wir die Hand zum Abbiegen raushielten.

Das war heute Vietnam per Rad!!

Ziemlich nass kamen wir im Hotel an und jetzt gehen wir lecker speisen - natuerlich mit Staebchen, darin sind wir nun alle fit!

Rudi gruesse bitte morgen den ganzen Musikverein von uns!
2 Kommentare
noch keine Trackbacks
 
Seite 1 <- Seite 2 -> Seite 3
Beiträge pro Seite